Sachsen-Anhalt-Liga mJC:
BSV 93 kassiert erste Saisonniederlage im Stadtderby gegen SCM

Text von Beatrice und Sebastian Volkmann / Fotos von Dana Hohmann
Der BSV 93 musste eine schmerzhafte Niederlage im Spitzenduell der Sachsen-Anhalt-Liga der männlichen Jugend C einstecken. Der Tabellenerste SC Magdeburg siegte am Donnerstag (29.09.2016) vor heimischer Kulisse in der Mehrzweckhalle in der Friedrich-Ebert-Straße haushoch mit 51:18 gegen den Tabellenzweiten BSV 93 Magdeburg. Bereits zur Halbzeit war der Abstand mit 27:5 mehr als deutlich.
Nach einem grandiosen Start in die Saison mit drei Siegen in Folge brachte diese Niederlage gegen den Magdeburger Club die BSV-Jungs und ihre Fans auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Niederlage an sich kam für Beobachter nicht völlig überraschend, die Deutlichkeit für den einen und anderen dann schon. Und doch war es keine SCM-Hexerei. Viele Club-Spieler waren älter und nicht wenige gut ein bis zwei Köpfe größer als die BSV-Kontrahenten. Und so ist diese Niederlage lange kein Grund um den Kopf in den Sand zu stecken. Vielmehr sollte die Losung sein: Einmal schütteln, sofort aufstehen, viel trainieren und weiter geht´s!
Der sprichwörtliche Wurm war von Anbeginn drin. Den Anwurf hatte der BSV 93, der  in rot-schwarz spielte. Schnell gelangte der Ball durch cleveres Zuspiel vor das Tor des Gegners. Und doch misslang der erste Wurf aufs SCM-Tor. Noch ehe der BSV auf Abwehr schalten konnte, startete der Club einen rasanten Konter und erzielte 26 Sekunden nach Spielanpfiff seinen ersten Treffer. Bevor die erste Minute vergangen war, hieß es auch schon 2:0 für den SCM. Es schien kein Zufall sondern eher Vorhersehung zu sein, dass der SCM in komplett weißer Kluft aufgelaufen war.
Und doch: Die BSV-Jungs gaben nie auf. Sie kämpften sich immer wieder tapfer an den gegnerischen Wurfkreis vor, verstanden sich dort nahezu blind im Zuspiel. Und dann? Das Runde wollte einfach nicht in das Eckige. Der BSV hatte offenkundig zu viel Respekt vor dem Recken im SCM-Kasten: Zu lasch oder zu ungenau kamen die Würfe. So konnte nie eine wirkliche Gefahr für das SCM-Tor und seinen Hüter entstehen.
Sechs Minuten und 33 Sekunden mussten vergehen, ehe endlich Philipp Heine den ersten Treffer für den BSV erzielte. Der Club hatte zu dieser Zeit bereits sieben Treffer erzielt. Nach zwölf Minuten und einem Stand von 14:1 nahm BSV-Trainer Jens Ziegler die erste Auszeit: Klare Ansagen zur Abwehr und Chancenverwertung. Im Minutentakt ein Tor der Gegner, das war einfach zu viel des Guten. Mit einem Spielstand von 27:5 ging es in die Pause.
Die zweite Halbzeit lief im Vergleich zum ersten Durchgang etwas runder für den BSV 93. Die Spieler waren aktiver, bewegten sich schneller, machten das eine und andere Mal die körperliche und temporeiche Überlegenheit des SCM-Nachwuchses durch ideenreiche Aktionen rund um den 6-Meter-Raum wett. In den zweiten 25 Minuten erzielte der BSV 13 Treffer, der SCM konnte 24 Tore werfen. So hieß es nach 50 Minuten verdienterweise 51:18  für den SCM.
Ein kleines Trostpflaster für den BSV gab es: Das Team war Sieger beim Werfen vom 7-Meter-Punkt. Der SCM bekam drei Strafwürfe zuerkannt, verwandelte davon jedoch nur einen. Der BSV konnte alle beide der ihm zugestandenen 7-Meter-Würfe versenken.
Mit neun Treffern laut Spielbericht erzielte Philipp Heine die meisten Tore für den BSV, gefolgt von Kenneth Imm und Julian Gebe mit jeweils drei Treffern. Aufseiten des SCM gab es drei Verwarnungen, der BSV kassierte zwei.
Die Stimmung im BSV-Fanblock war ungeachtet der Niederlage von Zuversicht geprägt. Und es gilt: Nach der Pleite ist vor der Revanche im kommenden Jahr. Die Vorfreude darauf ist schon jetzt beim BSV 93 riesig. Und ja, die BSV-Trommeln sind natürlich wieder dabei.
BSV-Aufstellung laut Spielbericht: Tormänner Matti Bittmann und Ole Paech. Feldspieler: Philipp Heine (9, davon zwei 7-Meter), Julian Gebe (3), Kenneth Imm (3), John Luc Hahn (1), Tim Hampel (1), Laurin Rockmann (1), Domenic Bock, Michel Hohmann, Felix Scheerenberg. Trainer und Betreuer: Jens Ziegler und Dirk Heine.