Sachsen-Anhalt-Liga männliche Jugend C SCM unschlagbar – BSV 93 zu ungenau – Aber Abstand schmilzt

Text von Ole Holgerssohn / Foto von Martin Kruggel

 

Gegen den SCM ist einfach kein Kraut gewachsen. Die Handballer der C-Jugend bleiben ungeschlagen Spitzenreiter in der Sachsen-Anhalt-Liga. Verfolger BSV 93 II Magdeburg kam am Sonntag (08. Januar 2017) in heimischer Halle nicht über ein beschauliches 16:31 (8:17) hinaus.

Die Olvenstedter bleiben mit nunmehr 20:6 Punkten vorerst hinter dem verlustpunktfreien SCM auf Tabellenrang zwei. Verfolger USV Halle – in der Bilanz mit einem Spiel weniger – ist den Magdeburgern jedoch mit 18:6 dicht auf den Fersen und kann mit einem Sieg im nächsten Spiel gleichziehen.

Die Fronten im Magdeburger Spitzenduell waren schnell geklärt. Der SCM spielte trickreich und profitierte zudem von teils gravierenden Abspielschwächen des BSV 93. Bis zum 0:1 für den SCM brauchte es dennoch fast drei Minuten. Der BSV konnte zum 1:1 ausgleichen, musste dann aber den Favoriten ziehen lassen. Zu viele Fehlabspiele auf Seiten des BSV nutzte der SCM gnadenlos für blitzartige Konter und Abstauber-Tore. Die BSV-Schlussmänner Matti Bittmann und Ole Paech verhinderten mit teils spektakulären Paraden größeres Unheil. Nach vorn agierte der BSV jedoch durchweg erschreckend zahnlos. Bedenkenswert: 14 der insgesamt 16 geworfenen BSV-Tore gingen auf das Konto von drei Spielern – geworfen von Kenneth Imm, Philipp Heine und Felix Scheerenberg. Das war zu wenig, um einem SCM gefährlich werden zu wollen. In die Pause ging es mit einem Torestand von 8:17.

Auch in der zweiten Halbzeit lief aus BSV-Sicht nicht besser. Nur einmal gelangen den Olvenstedtern in Folge zwei Tore, so dass es in der 35. Minute vom 9:21 kommend dann 11:21 hieß. Insgesamt spielte der BSV zu keiner Zeit wirklich zupackend und damit für den SCM gefährlich. Vielmehr gewannen mit der Zeit Ermüdung und Enttäuschung Raum, so dass das 16:31-Endergebnis als folgerichtig und gerecht angesehen werden musste.

Und doch bleibt richtig: Die Augenblicksaufnahme vom Sonntag war durchaus dazu angetan, Mut zu machen. Der BSV konnte seinen Abstand zum SCM gegenüber dem Saisonhinspiel vom September 2016 spürbar eindampfen. Hieß es damals nach 50 Minuten 51:18 für den SCM, was einem Toreabstand von 33 Treffern entsprach, so konnte der BSV die Differenz dieses Mal  spürbar auf 15 Treffer mehr als halbieren. Im Handball ist auch dies nach wie vor deutlich, aber eine Tendenz will erkennbar sein. Lob an dieser Stelle ausdrücklich an die Trommelkünstler vom Dienst, Tim Hampel und Michel Hohmann, sowie an den gesamten Fanblock mit Eltern, Omas und Opas, Geschistern und Freunden. Allein diese Kulisse war einmal mehr hitverdächtig. Erwähnt werden muss das Geburtstagskind des Tages: Karin Rockmann.

BSV-Aufstellung laut Spielbericht: Matti Bittmann, Ole Paech – Jonas Ahmed, Julian Gebe, Philipp Heine (5), Kenneth Imm (5), Vincent Kruggel, Laurin Rockmann (1), Felix Scheerenberg (4), Jonas Wölkerling (1). Trainer und Betreuer: Jens Ziegler, Dirk Heine, Sabine Knoblauch.