Sachsen- Anhalt- Liga Männer SV Langenweddingen – BSV 93 Magdeburg 32:24 (12:12)

Nach drei Niederlagen in Folge war der BSV 93 ausgerechnet beim SV Langenweddingen gefordert. Neben den Ausfällen von Marius Lange und Markus Völkel sollten die Olvenstedter vor allem Regisseur Janis Auerbach schmerzlich vermissen. Nichtsdestotrotz war die Partie bis zur Halbzeit völlig ausgeglichen. Auf Grund zahlreicher individueller Fehler im zweiten Spielabschnitt musste die BSV-Sieben die Gastgeber davonziehen lassen und schaffte es bis zum Ende nicht mehr, Zugriff auf die Partie zu erlangen.

Der BSV, der mit Robert Reiske, Falko Nowak und John Bade im Rückraum startete, hatte sich viel für dieses Spiel vorgenommen. Seit Jahren besitzen diese Begegnungen für beide Mannschaften eine besondere Brisanz. Nach der zweimaligen Führung der Gastgeber konnte der BSV vom Siebenmeterpunkt erstmals selbst in Front gehen (2:3). Der knappe Vorsprung wurde durch Luca Schülke auf zwei Treffer ausgebaut (3:5) und hatte bis zum 7:5 aus BSV-Sicht Bestand. Dennoch machte der BSV zu wenig aus seinem Potenzial. Gerade im Kombinationsspiel agierte man oft noch zu ungeduldig. Zudem fehlte häufig die nötige Dynamik, um die Tiefenräume der gegnerischen Abwehr so anzugreifen, dass sich entsprechende Lücken zum Abschluss ergaben. Nach einer Viertelstunde agierten die Olvenstedter trotz Überzahl zu hektisch und leisteten sich zu einfache Ballverluste. Nach vier Gegentoren in Folge lag man daher plötzlich selbst mit 2 Treffern im Rückstand (9:7). Als der Abstand auf 3 Tore anwuchs (11:8), nahm die BSV-Bank die fällige Auszeit. Danach kämpfte sich der BSV allmählich wieder heran. Unterstützt wurden die Magdeburger dabei maßgeblich von Calvin Kleineidam, der allein mit seiner Präsenz einige Chancen der Gastgeber in dieser Phase vereiteln konnte. So gelang dem BSV bis zur Pause der moralisch wichtige 12:12-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel konnte die BSV-Sieben den Schwung der Aufholjagd allerdings nicht mitnehmen. Zwar blieben die Gäste aus der Landeshauptstand Anfangs noch auf Tuchfühlung (14:13, 16:15), doch tat man sich zunehmend schwer, klare Torchancen zu kreieren. Hier fehlte die Ordnung und Kreativität vom etatmäßigen Mittelmann Janis Auerbach zunehmend. Zudem spielte man den Gastgebern nun wiederholt in die Karten. Einfache Ballverluste, unvorbereitete Abschlüsse und erfolglose Alleingänge der einzelnen BSV-Akteure ermöglichten dem Gegner, im Gegenzug zu einfachen Treffern zu kommen. Infolgedessen wuchs der Rückstand des BSV von 4 (19:15) bis auf 8 Tore an (25:17). In dieser Phase waren durchweg alle BSV-Spieler völlig von der Rolle. In der Offensive reihten sich die technischen Fehler nahtlos aneinander. Auch in der Defensive fand die BSV-Hintermannschaft keinen Zugriff auf die gegnerischen Spieler, die zumeist aus der Nahwurfzone abschließen konnten. Selbst Auswechselbemühungen und Umstellungen in der Abwehr griffen nun nicht mehr. Auf Seiten des BSV fehlten jegliche Impulse, den Bock nochmals umstoßen zu wollen und sich gegen die drohende Klatsche (30:20) zu stemmen. Stattdessen war Resignation zu verspüren. Immerhin sorgte Robert Reiske zum Ende noch für etwas Ergebniskosmetik. Nach dieser bitteren 24:32-Niederlage kommen dem BSV die beiden spielfreien Wochenenden sicher sehr gelegen, um nicht nur am Spielerischen, sondern vor allem an der Einstellung zu arbeiten.

BSV 93: Kleineidam, Dreiling – Bade (1), Bischof, Heinicke (1), Lärm (1), Nowak (8), Reiske (11), Schülke (1), Thiele (1)