BSV 93 Magdeburg FSV 1895 Magdeburg 19:20 (8:12)

 

Am ersten Novemberwochenende empfing der BSV den Stadtrivalen FSV Magdeburg im Albert-Einstein-Gymnasium. Nachdem man zuletzt beim TuS Magdeburg nur eine Halbzeit mithalten konnte, war der Wille groß, es dieses Mal besser zu machen. Die Anfangsphase verlief jedoch aus BSV-Sicht äußerst ungünstig. Der 0:1-Rückstand konnte zwar durch Tilman Ribnitz ausgeglichen werden, danach zogen die Gäste jedoch davon. Nach 8 Minuten stand es 3:6, nach 14 Minuten bereits 4:10. Zum Ende der ersten Halbzeit kamen die Olvenstedter dann besser ins Spiel. So konnte der Rückstand bis zur Pause auf 4 Tore verkleinert werden. Maßgeblichen Anteil daran hatten Florian Kapsch, mit 5 Toren in der ersten Halbzeit, sowie Torhüter Leon Fritzsche, der insgesamt 13 Bälle parierte.

In der zweiten Halbzeit konnten die Fermersleber beim 9:14 noch einmal ihren Vorsprung auf 5 Tore ausbauen. Dann begann die große Aufholjagd der Gastgeber. Nach schönem Zuspiel von Niclas Miehle erzielte Nils Oeltze das 10:14. Es folgten weitere 3 BSV-Tore durch Tilman Ribnitz, Bennet Müller und Erik Pietscher. Der Ausgang des Spiels war nun wieder völlig offen. In der 30. Spielminute konnten die Olvenstedter beim 16:16 ausgleichen und kurz darauf brachte Erik Reincke sie per Strafwurf erstmalig in Führung.

5 Minuten vor Spielschluss deutete vieles auf einen BSV-Sieg hin. Erik Reincke konnte auch seinen zweiten Siebenmeter zum 19:17 verwandeln und Fermersleben bekam zusätzlich eine Zeitstrafe. Doch in dieser Phase erwiesen sich die BSV-Jungs als noch nicht clever genug, denn den Gästen gelang es trotzdem auszugleichen, sodass der BSV beim Stand von 19:19 und noch zu spielenden 70 Sekunden seine letzte Auszeit nahm. Aber die Trainervorgaben konnten nicht umgesetzt werden und der Ball ging verloren. Der FSV machte es im Gegenzug besser und sicherte sich somit knapp und auch etwas glücklich den Sieg.

Dennoch können die BSV-Jungs zufrieden mit ihrer Leistung sein und besonders die zweite Halbzeit macht Lust auf mehr. Die Trainer haben auch schon die Arbeitsfelder für die nächsten Wochen ermittelt – die Videoanalyse zeigte vor allem die Abwehrarbeit als große Schwäche. Und auch an der Abschlussschwäche bei freien Würfen muss dringend gearbeitet werden, will man in der Liga mehr Punkte.

 

BSV: Fritzsche – Grecksch, Hirschmann (1), Kapsch (5), Miehle, Müller (1), Oeltze (4), Pietscher (1), Renne, Reincke (2/2), Ribnitz (5), Simon

Von Philipp Zittlau