Nordliga Männliche Jugend D gegen HSV Magdeburg

Nordliga Männliche Jugend D:
BSV 93 lässt dem HSV Magdeburg keine Chance
Von Ole Holgerssohn

Der BSV 93 wird weiterhin seiner Favoritenrolle in der Nordliga Männliche Jugend D gerecht. Im Ortsderby beim HSV Magdeburg am Sonntag (3. April 2016) fuhr das Team einen souveränen 30:20-Sieg ein. Damit steht der BSV vier Spiele vor Saisonabschluss als einziges Team ohne Punktverlust mit 40:0 Zählern an der Tabellenspitze.

Die Zuschauer in der Eike-von-Repkow-Sporthalle sahen eine gewohnt geschlossene Mannschaftsleistung des BSV. Schnell gingen die Gäste in Führung und ließen dem HSV in der Folge nur wenige Torgelegenheiten. Beim Stand von 3:2 für den BSV erhöhte dieser dann die Schlagzahl. Binnen kurzer Zeit fielen vier weitere Tore und es hieß 7:2 für den BSV. Eine Vorentscheidung schien gefallen zu sein. Nach zehn Spielminuten nahm der HSV eine erste Auszeit. Am weiteren Spielverlauf änderte das nur wenig. Allein nach dem 12:6 leistete sich der BSV einige Unaufmerksamkeiten, so dass der HSV noch einmal auf 12:9 herankommen konnte. Danach ging aber das fleißige Torwerfen auf den HSV-Kasten weiter. Über die Station 16:9 hieß es letztlich nach den ersten 20 Minuten 18:11 für den BSV.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste geendet hatte, mit einem Torwurf für den BSV. Während die HSV-Jungs eher müde und kraftlos aus der Pausenkabine zurückkehrten, standen den BSV-Werfern Spielfreude und Angriffslust regelrecht ins Gesicht geschrieben. Trotz eines sicheren Vorsprungs wurden sie nicht nachlässig, sondern kämpften konzentriert bis hartnäckig um jeden Ball. Hinten stand die Abwehr des BSV meist sicher und konnte Zuspiele des HSV abfangen. Dazu glänzte Tormann Felix Rademacher mit guten Paraden. David Finger – eigentlich ein Feldspieler – kam ebenso zeitweise als Tormann zum Einsatz und schlug sich nach übereinstimmender Einschätzung der Zuschauer tapfer.

Die gute Arbeit des Teams auf allen Positionen wurde reichlich belohnt. Der BSV warf in der zweiten Spielhälfte zwölf Tore, dem HSV gelangen neun Treffer. Das Trainergespann Dennis Roediger und Martin Kruggel nutzte den sichtbaren Vorsprung auch, um vor allem in der zweiten Hälfte Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz zu bringen. Mit dem Schlusspfiff stand es 30:20 für den BSV. Spieler, Trainer und BSV-Anhänger hatten allen Grund zur Freude.

Der HSV Magdeburg hatte während der kompletten 40 Minuten nicht wirklich eine reale Siegchance. Zu überlegen agierte der BSV. Und doch ist die Meisterschaft noch nicht gelaufen. Unter anderem steht am vorletzten Spieltag (23. April 2016) die Partie des BSV gegen den aktuell Drittplatzierten FSV 1895 Magdeburg an, der mit lediglich sechs Minuspunkten nicht völlig aus dem Rennen ist. Der BSV hatte das Hinspiel beim FSV zwar überzeugend mit 40:18 für sich entschieden, aber auch im Handball gilt: Jeder Sieg muss neu errungen werden. Konzentration bis in die Fingerspitzen und bis zur letzten Sekunde ist nötig. Der Ball ist rund!

Torschützen laut Spielbericht: John Luc Hahn (7), Michel Hohmann (7), Jonas Scheerenberg (6), Vincent Kruggel (4), Bennet Müller (2), David Finger (1), Lukas Kirchner (1), Morten Oeltze (1), Lukas Reimann (1).