Nordliga Männliche Jugend C: Wieder der Ortsrivale – BSV gibt Sieg gegen HSV aus der Hand

Nordliga Männliche Jugend C:

Wieder der Ortsrivale – BSV gibt Sieg gegen HSV aus der Hand

Von Ole Holgerssohn

 

Wieder gab der BSV 93 in der Nordliga Männliche Jugend C einen schon als sicher gebongten Sieg gegen seinen Ortsrivalen HSV Magdeburg doch noch aus der Hand. Das Spiel am Samstag (16. April 2016) in der Heimhalle des HSV endete mit einem aus BSV-Sicht tragischen 26:27. Zwar hatte der BSV gerade in den Schlussminuten noch einmal alles kraftvoll nach vorn geworfen was ging, so dass der Ausgleich im wahren Wortsinn in der Luft lag. Aber der Schiedsrichter pfiff ab. So blieb es bei der denkbar knappen Niederlage. Schon beim Hinspiel im Dezember hatte der BSV ein unglückliches Unentschieden durch ein mit dem Abpfiff geworfenes HSV-Tor hinnehmen müssen.

 

Die erste Halbzeit ging mit 12:10 knapp an den BSV 93. Letztlich nahmen sich beide Teams nicht viel. Sie kämpften entschlossen und bisweilen übermotiviert bis hart. Es blieb aber bei Verwarnungen. Unterm Strich hielten sich vor beiden Toren Glück und Pech in etwa die Waage. Aber auch die eine und andere technische Finesse galt es zu bewundern, etwa wiederholt geschickt ins HSV-Tor geschlenzte BSV-Bälle.

 

Den besseren Start in die zweite Hälfte legte der BSV hin. In den ersten sechs Minuten konnte der Vorsprung zum HSV auf vier Tore ausgebaut werden. Doch plötzlich wurden Beine und Arme sichtbar schwer. Vor dem HSV-Tor gelang durchweg zu wenig. Nach elf Minuten stand es nur noch 19:17 für den BSV 93. In der 19. Minute dann das Unfassbare: Dem HSV gelang der 22:22-Ausgleich.

 

Das Spiel der zweiten 25 Minuten war insgesamt aggressiver: Drei Herausstellungen beim HSV und zwei auf der Seite des BSV, drei Sieben-Meter für den HSV und vier für den BSV. Die letzten fünf Minuten nach dem 22:22-Augleich wuchsen zu einem Krimi mit ungeahnter Dramatik und für den BSV letztlich Tragik auf. Den Start machte ein bravourös gespielter BSV-Konter, der letztlich aber kläglich verendete. Der HSV lochte im Gegenzug gnadenlos ein.

 

Plötzlich stand es 23:22 für den HSV, die erste Führung des Gastgebers in der zweiten Spielhälfte überhaupt. Damit aber nicht genug. Bei jenem Angriff wurde BSV-Tormann Ole Paech verletzt. Er schied aus. Dem BSV gelang in der Schlussphase noch zweimal ein Ausgleich, dann aber war der HSV auf zwei Tore davongezogen: 27:25 für die Gastgeber gut eine Minute vor Spielende. Der BSV warf alles nach vorn, verkürzte noch einmal auf 27:26. Dann aber war Schluss.

 

Dem BSV gelang letztlich zu wenig. Fast die Hälfte der 26 Tore ging auf das Konto eines Werfers. Anderen Stürmern fehlte vielfach das Quäntchen Glück vor dem HSV-Kasten. In der Tabelle rangiert der BSV 93 kurz vor Abschluss der Saison weiterhin auf einem achtbaren sechsten Rang – gefolgt von einem BSV-Schreck mit Namen HSV Magdeburg.

 

Torschützen laut Protokoll: Felix Scheerenberg (10), Philipp Heine (5), Michel Hohmann (3), Dominic Bock (2), Laurin Rockmann (2), Tim Hampel (1), Kenneth Imm (1), Vincent Kruggel (1), Julian Gebe (1).