Text von Ole Holgerssohn / Archivfoto von Martin Kruggel

Der BSV 93 Magdeburg verliert nach einer schmerzlichen 24:30-Auswärtsniederlage gegen den HSV Haldensleben in der Nordliga männliche Jugend C an Boden. Nach dem Spieltag vom Samstag (19. November 2016) rutschten die Magdeburger mit 6:6 Punkten in der Tabelle auf Rang 6 ab und damit hinter das Gegnerteam – die punktgleichen Haldensleber verfügen über eine leicht bessere Tordifferenz.
Bereits die ersten Minuten in der Ohrelandhalle ließen das bittere Ende erahnen. Nach drei Minuten stand es 4:0 für Haldensleben. Der BSV-Sturm dagegen vergeigte drei Torchancen in Folge, eine davon besonders tragisch durch einen völlig freien Wurf direkt in die Arme des HSV-Schlussmannes. Nach sechs Minuten gab es einen ersten erfolgreichen 7-Meter-Wurf für den BSV 93, der den 4:2-Anschluss brachte. So etwas wie ein Hoffnungsschimmer keimte auf. Doch die Haldensleber machten weiter Druck. Das heißt, sie überragten eigentlich nicht wirklich. Sie waren einfach konzentrierter, genauer vor dem Tor und machten solide, diszipliniert ihr Ding. Der BSV hingegen leistete sich Schrittfehler, vergeigte 100-prozentige Konterchancen und wirkte letztlich in der Summe auch ein wenig müde – fand nicht ins Spiel.
Selbst wenn drei weitere 7-Meter des BSV sicher im Haldensleber Netz landeten, bis kurz vor der Halbzeitpause blieb es durchgängig beim Vier-, Fünf-und auch Sechs-Tore-Abstand gegen die Magdeburger. Allein in der 19. Minute hatten sich die Gäste auf drei Tore herangerobbt. Dann aber fast mit dem Pausenpfiff noch ein verworfener BSV-Strafwurf. Das Unheil ließ sich irgendwie nicht stoppen. Beim Stand von 16:10 für Haldensleben ging es in die Kabinen.
Die zweite Hälfte musste beginnen, wie sie nicht hat starten sollen: Mit zwei innerhalb kurzer Zeit verwandelten Strafwürfen für Haldensleben.  Der Vorsprung für den HSV wuchs auf sieben und acht Treffer an. Erst in den letzten zehn Minuten war so etwas wie der Ansatz eines leichten Spielflusses beim BSV 93 zu erkennen. Um dem Match noch entscheidend eine Wende geben zu können, reichten jedoch Kraft, Zeit und vor allem Zuversicht und Selbstbewusstsein nicht mehr. Auch zum Schluss gab es mit 30:24 wie schon zur Halbzeit diesen sechs-Tore-Abstand. Es galt neidvoll anzuerkennen: Haldensleben hatte an diesem Tag irgendwie verdient gewonnen. Das potenzielle Leistungsvermögen beider Teams lag dicht beieinander. Aber der BSV präsentierte einfach zu wenig von seinem Können.
Nicht unerwähnt bleiben darf: Es war das Rekordspiel der 7-Meter. Allein der BSV kam neun (!) Strafwürfe zuerkannt, verwandelte sieben. Für den HSV Haldensleben zeigten die Schiedsrichter viermal auf den Punkt. Auch Haldensleben verwarf einmal.
BSV 93 Magdeburg laut Spielbericht: Felix Rademacher – Dominic Bock (3), John Luc Hahn (2), Tim Hampel (1), Simon Heise (1), Michel Hohmann (4 – 4), Vincent Kruggel (2), Maximilian Pietsch, Lukas Reimann (4), Finn Roediger (1), Jonas Wölkerling (6 – 3). Trainer und Betreuer: Jens Ziegler, Dennis Roediger, Jens Wölkerling, Ole Paech.