Text von Ole Holgerssohn / Foto von Martin Kruggel
Auch das Rückspiel in der Nordliga der männlichen Jugend C gegen Post SV Magdeburg haben die Handballer des BSV 93 Magdeburg verloren. Nach 50 Minuten hieß es am Samstag (11. März 2017) in der Magdeburger Post-Halle 33:28 gegen den BSV (17:11).
Dass die Schlussphase der Sasion für den BSV 93 kein Zuckerschlecken werden würde, war klar. Die Aufgabe ist nicht kleiner als jeweils gegen in der Tabelle besser platzierte Teams bestehen zu sollen. Und doch stirbt die Hoffnung zuletzt. Im Hinspiel des Ortsderbys BSV-Post im November 2016 hatte die Differenz genau ein glückliches Tor zugunsten der Postler ausgemacht.
Und jetzt? Allein 20 (!!!) der 33 Tore für das Post-Team gingen auf das Konto eines Spielers – Spiegelbild eines Hünen. Selbst drei BSV-Abwehrspieler auf einmal hatten gegen ihn nicht den Hauch einer Chance. Sie strampelten sich förmlich ab.
Schon nach 4:16 Minuten – der 2:0-Spielstand für Post hatte nicht wirklich schrecken müssen – nahm BSV-Trainer Jens Ziegler ein Time-Out. Hatte er so etwas wie eine professionelle Vorahnung? Auf jeden Fall wurde es nach der Auszeit nicht besser. Mit Wiederanpfiff folgte das 3:0 für Post. Die Gastgeber wirkten durchweg aufgeweckter und konzentrieter.
Und der BSV? An der Seitenlinie ein gewohnt bis zur Grenze laustark gestikulierender Coach, auf dem Feld aufgescheucht hüpfende bis sichtlich verunsicherte Spieler. Wer? Was? Wohin? Spielfluss konnte so nicht wirklich entstehen. Und doch: Nach 19 Spielminuten hatte der BSV das Unfassbare geschafft und mit 11:10 den Rückstand auf sensationell ein Tor verkürzt.
Doch Post und seine „Wunderwaffe“, die Nummer 50, zogen an. Innerhalb von vier Minuten ging es auf 16:10 rauf.
Kleine Randnotiz: Der BSV verwaf an diesem Tag beide ihm zuerkannte 7-Meter, während Post vom Strafpunkt zweimal sicher verwandelte. In die Pausenkabine ging es mit einem 17:11-Torestand.
Sieger der zweiten Hälfte – wenn auch nur knapp – war der BSV. Er warf noch einmal 17 Tore, Post kam auf 16 frisch verwandelten Würfe. Doch sollte dies allein Bedeutung für stupide Statistiker haben. Das Leben schrieb dem BSV ins Stammbuch: Der Sieg sollte den Postlern nicht mehr abzujagen sein. Obwohl der BSV gerade in der Schlußphase – auch punktuell herrlich anzusehen – aufzudrehen vermochte. Vom 31:22 in der 41. Minute kommend, zogen die Olvenstedter kräftig an: 33:27 in der 47. Minute. Post sah sich zu einer Auszeit genötigt. Dann gab es noch einen Treffer für den BSV, den Postlern war der Sieg jedoch nicht mehr zu nehmen. Glückwunsch!
Bester Werfer im BSV-Trikot wurde Louis Schneider, der sich mit elf Treffern nach einer Krankheits-Pause imposant zurückmelden konnte.
Der BSV 93 Magdeburg laut Spielbericht: Felix Rademacher, Maximilian Pietsch – Dominic Bock (5), John Luc Hahn (2), Tim Hampel (2), Simon Heise, Michel Hohmann, Vincent Kruggel (2), Louis Schneider (11), Jonas Wölkerling (6). Trainer und Betreuer: Jens Ziegler, Jens Wölkerling.