Text von Ole Holgerssohn / Foto von Martin Kruggel
Nach vier Niederlagen in Folge hat der BSV 93 am Sonntag (2. April 2017) zuhause gegen den HV Lok Stendal II seine Handballsaison 2016/2017 in der Nordliga männliche Jugend C mit einem sehenswerten 41:22-Sieg (16:10) abgeschlossen. Allein kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als die Altmärker vier Tore in Folge geworfen hatten und damit unverhofft von 16:6 fast bedrohlich auf 16:10 verkürzen konnten, zeigte der BSV so etwas wie Nerven. Ansonsten boten die Magdeburger eine durchweg solide Vorstellung und gewannen vor gewohnt stimmgewalltiger Fankulisse verdient deutlich.
Die Saison schloss die junge Truppe des BSV 93 in ihrem ersten C-Jahr achtbar mit 14:18 Punkten im Mittelfeld auf Rang 6 ab. Glückwunsch auch an Chefcoach Jens Ziegler und das Betreuerteam. Der Sieger in der Nordliga heißt Barleber SC. Mit 30:2 Zählern zwar punktgleich mit dem SC Magdeburg, verbuchten die Barleber aber das bessere Toreverhältnis. Die Überrschung deutete sich an: Die Magdeburger Kaderschmiede hatte trotz einer grandiosen Aufholjagd in den vergangenen Spielen letztlich das Nachsehen und wurde NUR Zweiter.
Den Anwurf in der Magdeburger BSV-Halle am Einstein-Gymnasium hatten die Stendaler. Doch ihr erster Angriff misslang, wie so einige im weiteren Spielverlauf. Der BSV spielte einen schnellen Konter und ging nach 38 Sekunden mit 1:0 in Führung. Die Magdeburger waren von Anbeginn hellwach, agierten konzentriert und diszipliniert. Viele Kombinationen gelangen an diesem Tag. Nach dem 2:1 für Magdeburg nach zwei Minuten ging es schnell auf 8:1 hoch.
Stendal fand kein Rezept gegen einen selbstbewusst aufspielenden BSV. Die Nummer 14 der Altmärker versuchte es wiederholt mit betonter Körperlichkeit, kassierte dafür aber Gelb und zwei Zeitstrafen. Insgesamt handelte es sich aber um ein faires Match.
Den aus BSV-Sicht mauen Schlussminuten der ersten Halbzeit, die mit 16:10 endete, folgte ein sehenswerter Auftakt der Magdeburger in Halbzeit Nummer zwei. Binnen weniger Minuten ging es auf 19:10 hoch. Selbst wenn Kraft und Konzentration auch bei den Magdeburgern merklich nachgelassen hatten, Stendal konnte daraus keinen Nutzen ziehen. Nach dem 29:18 in der 40. Minute sahen die Zuschauer für fünf Minuten ein druckvolles Spiel auf ein Tor mit fünf Treffern in Folge für den BSV.
Stendal quälte sich förmlich duch die Schlussphase. So erzielten die Magdeburger 14 Sekunden vor dem Abpfiff ein viel umjubeltes, symbolträchtiges 40. Tor – konnten es aber dabei nicht wirklich belassen. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff das letzte Tor des Tages – zum 41:22-Endstand für den BSV. Glückwunsch, Jungs.
Unbedingt erwähnt werden muss, dass es im BSV-Tor weitgehend sehr ansehnlich zuging. Keeper Felix Rademacher wehrte heldenhaft den einzigen 7-Meter-Wurf der Partie ab, brillierte mit guten Paraden und war in der 18. Minute geradezu über sich hinausgewachsen, als er in Bruchteilen von Sekunden zwei 100-Prozentige der Stendaler eiskalt abservierte. Mit jeweils acht Treffern BSV-Torschützenkönige des Tages waren Jonas Wölkerling und Louis Schneider, gefolgt von Jonas Ahmed mit sieben versenkten Bällen.
BSV-93-Aufstellung laut Spielbericht: Felix Rademacher, Maximilian Pietsch – Jonas Ahmed (7), Dominic Bock (6), John Luc Hahn (2), Tim Hampel (4), Simon Heise, Michel Hohmann (3), Vincent Kruggel (3), Lukas Reimann, Louis Schneider (8), Jonas Wölkerling (8). Trainer und Betreuer: Jens Ziegler, Jens Wölkerling.