Handball Nordliga Männliche Jugend D Schwacher Spitzenreiter BSV 93 kriegt die Kurve im Ortsderby gegen FSV 1895

Handball Nordliga Männliche Jugend D

Schwacher Spitzenreiter BSV 93 kriegt die Kurve im Ortsderby gegen FSV 1895

Von Ole Holgerssohn

 

Fast wäre es um die blütenweiße Weste des BSV 93 Magdeburg in der Nordliga Männliche Jugend D geschehen gewesen. Beim Heimspiel am Samstag (23. April 2016) gegen den FSV 1895 Magdeburg lief lange Zeit für den Primus der Liga zu wenig. Die erste Halbzeit ging mit 20:17 an die Gäste. Erst zwölf Minuten vor dem Abpfiff drehte der BSV auf und fuhr letztlich einen soliden 36:30-Sieg ein. Der BSV 93 steht damit vor dem letzten Spieltag der Saison als einziges Team ohne Punktverlust und somit als sicherer Sieger da. Der FSV kann sich bereits auf Bronze freuen.

 

Dem 1:0 nach nur wenigen Sekunden durch den BSV folgte ein verwandelter Strafstoß durch den FSV und damit der Ausgleich. Die Gastgeber spielten druckvoll, aber dennoch zu unkonzentriert und bisweilen nachlässig. Gleich mehrfach hüpften die Angreifer in den FSV-Torraum. Die Gäste dagegen nutzten ihre wenigen Chancen zu 110-Prozent konsequent. Zumindest gefühlt agierte der BSV spielbestimmend. Der FSV war jedoch der bessere Chancenverwerter.

 

Und so kam es wie es kommen musste: Schock in der 14. Spielminute. Der FSV warf das 12:12, kurz darauf sein 13:12 und – als wäre dies nicht bereits Schmach genug – auch noch das 14:12. Die über die komplette Saison mit ihrem erfrischenden Kampfeswillen bestechende BSV-Truppe schien geknackt zu sein. Der FSV drehte auf. Sicher profitierte er von drei Riesen in seinen Reihen. An diesen strampelten sich die vom Wuchs ohne eigenes Verschulden durchgängig eher Zwergen-kleineren BSV-Spieler zwar tapfer ab. Meist waren sie aber zweiter Sieger. Das komplette Fiasko blieb dennoch aus. Dank eines genialen Freiwurfes über die FSV-Mauer in die linke obere Ecke rette sich der BSV mit einem nicht aussichtslosen 17:20-Rückstand in die Halbzeitpause.

 

Die zweite Halbzeit begann mit einem Treffer für den FSV, doch dann ging ein Ruck durch das BSV-Team. Sechs Tore in Folge machten aus einem 19:23 gegen den BSV in nur drei Minuten ein 24:23 für den BSV in der 28. Minuten. „Es geht doch!“, hieß es auf den Rängen. Und auf dem Feld hieß es: „Jetzt erst recht!“ Die Führung wurde nicht mehr aus der Hand gegeben. Zwar kam der FSV noch einmal aus seiner Sicht auf 26:27 heran. Den Sieg ließ sich der BSV aber nicht mehr nehmen. Nach 40 Minuten hieß es 36:30 für den BSV 93.

 

Letztlich ein verdienter Sieg für die Olvenstedter. Und doch wurde deutlich, dass auch ein Überflieger manchmal nahe am Abgrund segeln kann. Die Freude über den Sieg wog umso deutlicher – bei Mannschaft, Trainergespann und natürlich allzeit und immer wieder im Ultra-Fan-Block: „Danke, Jungs!“

 

Torschützen laut Protokoll: John Luc Hohn (11), Felix Scheerenberg (10), Philipp Heine (7), Emile Simon (3), Michel Hohmann (2), Benneth Müller (1), Vincent Kruggel (1), Lukas Reimann (1).