Handball Nordliga Männliche Jugend C Ende gut, alles gut? C-Jugend des BSV quält sich zum Sieg gegen Haldensleben

Handball Nordliga Männliche Jugend C

Ende gut, alles gut? C-Jugend des BSV quält sich zum Sieg gegen Haldensleben

Von Ole Holgerssohn

 

Ende gut, fast alles gut beim Heimspiel des BSV 93 Magdeburg am Samstag (23. April 2016) in der Nordliga männliche Jugend C gegen den HSV Haldensleben. Der BSV 93 als Sechster der Tabelle bezwang den nur drei Plätze dahinter rangierenden Haldensleber letztlich deutlich mit 34:25. Und doch sah es lange Zeit alles andere als rosig aus für den BSV.

 

Die Magdeburger vergeigten ihren Anwurf, so dass Haldensleben nach gut einer Minute Spielzeit mit 1:0 in Führung gehen konnte. Schnell erhöhten die Gäste auf 3:0. Erst ein verwandelter Strafwurf brachte dem BSV nach quälenden drei Minuten das erste Tor. Ein Weckruf war dies aber nicht. Das Spiel dümpelte weiterhin aus BSV-Sicht: Viele vertane Chancen. Tragischer Höhepunkt: Ein verworfener Sieben-Meter. Erst nach 15 Minuten kam so etwas wie Hoffnung auf. Dem BSV gelang der 9:9-Ausgleich und in der Folge sogar erstmals in diesem Match mit dem 10:9 die Führung.

 

Aber Haldensleben blieb die deutlich muntere Mannschaft, während dem BSV trotz teils glänzender Kombinationen einfach zu wenig gelang. Und so hieß es zur Halbzeit 15:13 für die Gäste. Im BSV-Fanblock machte sich ungewohnt lähmender Pessimismus breit. Zumal Stürmer Laurin nach einem groben Faul mit einer Knieverletzung in der 14. Minute zunächst ausscheiden musste. Die Unfallklinik blieb zum Glück erspart.

 

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit schien es so, als würde der BSV seine Leistung nicht abrufen können. Haldensleben spielte nicht wirklich überragend, aber doch immer genau so gut, um dem BSV kaum Chancen zu lassen. Tore hier, Tore dort. Haldensleben stürmte zwischenzeitlich auf bis zu drei Tore davon. Doch dem BSV gelang dann doch noch die Aufholjagd. Nach gut sieben Minuten stand es 21:21. Dann gab es eine rote Karte für Haldensleben und einen Sieben-Meter für den BSV. Aber der Ball kam nicht ins Netz. Fassungslosigkeit auf den Zuschauerplätzen.

 

Welcher Fluch lag auf diesem Spiel? Sollte es sich wirklich rächen, dass zwei ausgewiesene Stürmer nicht dabei waren? Aber noch ehe Verschwörungstheorien auf den Rängen zu voller Blüte reifen konnten, gelang den BSV-Jungs in der 35. Minute die 22:21-Führung und wenige Sekunden darauf sogar ein 23:21. Nicht wirklich überragend, aber doch konsequent und nach hinten heraus auch konzentriert spielend, gab der BSV seine Führung in der Folge nicht mehr ab. Der Torvorsprung konnte zunächst auf vier, späterhin auf fünf, sechs und sieben Treffer ausgebaut werden. Hin und wieder blitzte so etwas wie Souveränität auf.

 

Nach 50 Minuten war ein deutliches 34:26 eingefahren. Erleichterung auf den Rängen. Zu viele Chancen waren nicht genutzt worden, betrachtet man allein die BSV-Strafwurf-Bilanz mit insgesamt sieben Möglichkeiten, aber nur mickerigen drei erfolgreichen Würfen. Aber: Sieg bleibt Sieg. Ob und was es konkret zu meckern gibt, wissen allein die Götter – und vielleicht noch Trainer Jens Ziegler.

 

Torschützen laut Spielprotokoll: Kenneth Imm (7), Louis Schneider (7), Jonas Scheerenberg (6), Julian Gebe (3), Laurin Rockmann (3), Tim Hampel (3), Dominik Bock (2), Lukas Reimann (2), Vincent Kruggel (1).