Frauen MDOL BSV Damen in der Ferne erneut punktlos

Am vergangenen Wochenende kam es zum Duell der bis dahin punktgleichen Tabellennachbarn in der Mitteldeutschen Oberliga der Frauen zwischen dem BSV 93 Magdeburg und der HSG Riesa/Oschatz. Die HSG RIO konnte sich bisher im neuen Jahr 2018 weder in der Heimat noch auswärts Punkte sichern, die BSV Damen hingegen konnten im Städtederby gegen den HSV Magdeburg lediglich zwei Pluspunkte einstreichen. Im direkten Vergleich unterlagen die ersatzgeschwächten Spitfires nun in der WM-Sporthalle in Riesa knapp mit 27:26.

Die Partie begann zerfahren. Auf beiden Seiten zeigten sich gleich zum Anfang Unsicherheiten. In der 4. Minute war es dann Carina Witte von der Linksaußen-Position, die durch eine gelungene 1:1-Situation  das 1. Tor der Partie warf. Wie sich später zeigen sollte, blieb dies auch die einzige Führung unserer BSV Frauen im weiteren Spielverlauf. Erneut war es die erste Hälfte, die unseren Damen zu schaffen machte. Die Defensive konnte sich nicht auf die einlaufenden Außen der Gastgeber einstellen und ließ diese wiederholt nahezu ungehindert vom 6-Meter werfen. Auch das Heraustreten auf die Rückraum linke Position mit der wurfstarken Josephine Hessel, die mit 10 Toren beste Werferin der Partie wurde, funktionierte nicht. Trotz des zuletzt intensivierten Defensivtrainings, fehlte wie bereits in den vergangenen Spielen die Kommunikation zwischen den einzelnen Positionen. Auch die Maschinerie der Offensive lief nicht richtig an. Hier fehlte vor allem die Gefahr der verhinderten Rückraumschützin Lisa Hoffmann. So mussten sich die BSV Damen jede Torchance hart über den  Positionsangriff erarbeiten und scheiterten dabei zum Teil an der eigenen Chancenverwertung, zum Teil an der gut aufgelegten Torhüterin der Gastgeber. Die HSG Riesa/Oschatz konnte sich so bis zur 28. Minute bereits mit 5 Toren absetzen. Sophie Pilgrim und Marie Hermes konnten jedoch bis zum Halbzeitpfiff durch schnelle Gegenstöße den Vorsprung auf 13:10 reduzieren.

In der Halbzeitpause appellierte das Trainergespann Eckstein/Berger an den Kampfgeist der dezimierten Olvenstedter Truppe. Diese kamen hochmotiviert aus der Kabine, am Spielverlauf sollte dies jedoch so schnell nichts verändern. Die Magdeburgerinnen stellte sich nun besser auf die Einläufer ein, die Gefahr von den Rückraumpositionen konnte dennoch nicht gebannt werden.  Bis zur 52. Minute betrug der Rückstand immer wieder zwischen zwei und vier Toren. Der Ausgleich sollte einfach nicht fallen. Das im Großen und Ganzen fair geführte Duell begann sich nun jedoch nochmal zuzuspitzen. Auf Seiten der Spitfires wurden nun nochmal die letzten Kraftreserven mobilisiert, allen voran Annika Rips, die sich mehrfach durch die Defensive der Sachsen tankte und die von den Mannschaftkolleginnen herausgeholten Siebenmeter verwandelte. So nahm die HSG Riesa/Oschatz beim Stand von 26:26 in der 58. Minute ihre letzte Auszeit und konnte ihren darauffolgenden Angriff mit einem weiteren Torerfolg abschließen. Die BSV Damen kamen noch einmal in die Offensive, konnten den letzten Torwurf jedoch nicht im gegnerischen Kasten unterbringen, so dass die Gastgeber das Spiel am Ende mit 27:26 für sich entschieden und auf den 4. Tabellenplatz klettern, während die Magdeburgerinnen sich nun auf dem 6. Tabellenplatz wiederfinden.

Nun heißt es sich in den nächsten zwei spielfreien Wochen wieder auf alte Stärken zu besinnen um dann am 24.02.2018 die Reserve des BSV Sachsen Zwickau herauszufordern und endlich wieder die Punkte in die Landeshauptstadt holen.

BSV: Schäfer, Schache – Hermes (2), Witte (4), Bardun (1), Pilgrim (2), Berger (5), Handl, Reißberg (3), Rips (9/5)

2min: BSV:3; HSG: 4