HandballMJC I

Männliche Jugend C: BSV 93 Magdeburg gehört zur Top-Four in Mitteldeutschland

 

 

Großer Erfolg für den BSV 93 Magdeburg: Die Handballer in der männlichen Jugend C sind das viertbeste Team der Saison 2017/2018 in Mitteldeutschland. Allein die beiden Elite-Mannschaften SC Magdeburg aus Sachsen-Anhalt und der SC DHfK Leipzig aus Sachsen sowie die ThSV Eisenach rangieren in der mitteldeutschen Bestenliste vor dem Breitensportverein BSV 93 aus Magdeburg-Olvenstedt.

Der ganz große Traum, als erstes C-Team in der Vereinsgeschichte des BSV 93 Magdeburg bei einem Endausscheid der Landesverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt den Bronzeplatz zu erklimmen, erfüllte sich für die Mannschaft von Trainer Jens Ziegler am Samstag (14.04.2018) beim Final Four in Eisenach jedoch nicht. Das erste Spiel gegen den Stadt- und Staffelrivalen SCM endete 33:24 gegen den BSV. Im dann folgenden kleinen Finale um Platz drei behielt der ThSV Eisenach hauchdünn mit 25:24 die Nase vorn.

Auch der vierte Platz im Final Four setzt ein Achtungszeichen in einer überaus erfolgreichen Saison für den BSV 93 in der Sachsen-Anhalt-Liga der C-Jugend. Kurz vor Saisonabschluss rangiert die Mannschaft mit 28:4 Punkten souverän auf Tabellenplatz zwei – gefolgt von der SV Eiche 05 Biederitz, die bei zwei Spielen mehr als der BSV 27:9 Punkte aufweist. An der Spitze uneinholbar thront mit 36:0 Punkten der SCM, der in Eisenach ebenso mit einem 27:25-Triumpf über den SC DHfK Leipzig goldener Sieger wurde.

Für den BSV 93 lief in Eisenach nicht alles rund. Im Auftaktspiel gegen den SCM sah es nach vier Minuten und einem Spielstand von 5:1 gegen den BSV geradezu so aus, als sollte es zu einem aus BSV-Sicht desaströsen Club-Durchmarsch kommen. Aber der BSV fing sich, spielte über weite Strecken gut mit, lag in der 29. Spielminute bei einem Stand von 19:15 allein mit vier Toren zurück. Für den SCM war es aber nie wirklich gefährlich. Der Club drückte nach belieben auf die Tube oder nahm Tempo aus dem Spiel. Der 33:24-Endstand reichte dem SCM für den Einzug ins Finale. Mehr war aus Club-Sicht nicht erforderlich.

Im kleinen Finale gegen den ThSV Eisenach ging der BSV nach 26 Sekunden mit 1:0 in Führung. Schnell war klar, es würde ein Spiel auf Augenhöhe werden. Spieltechnisch waren kaum Unterschiede auszumachen. Letztlich würden also Konzentration und Spielpräzession darüber entscheiden, wer als Sieger und damit Bonze-Gewinner das Final-Four-Feld verlassen würde. In der ersten Halbzeit gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach Unentschieden-Ständen gingen die Eisenacher fünfmal und der BSV viermal in Führung. Dem BSV gelang hin und wieder eine Zwei-Tore-Führung. In die Halbzeit allerdings ging es mit einem 13:15 und damit einem Zwei-Tore-Vorsprung für Eisenach.

Die zweite Halbzeit geriet zu einem Nervenkrimi, an dem die Schiedsrichter nicht ganz unbeteiligt waren. Der BSV benötigte bis zur 36. Spielminute, ehe mit dem 18:18 wieder ein Gleichstand erreicht werden konnte. In den zehn Minuten danach wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor der ThSV Eisenach in der 46. Spielminute auf ein komfortables 24:21 erhöhte. Der BSV gab nicht auf, spielte beherzt bis zur Schlusssekunde. Doch die Zeit lief davon. Beim Spielstand von 25:24 gegen den BSV setzte Philipp Heine nur Bruchteile einer Sekunde vor dem Spielende zum Wurf an. Der Ball landete im Netz – jedoch einen Wimpernschlag nach der unerbittlichen Schlusssirene. Eisenach gewinnt und erringt Bronze. Der BSV ist Vierter. Trainer und Team werden Licht und Schatten von Eisenach aufarbeiten und mit Elan in die letzten Spiele der Sachsen-Anhalt-Liga gehen.

Das Final-Four-BSV-Team: Matti Bittmann, Ole Paech – Jonas Wölkerling, Michel Hohmann, Felix Scheerenberg, Louis Schneider, Simon Heise, Laurin Rockmann, Vincent Kruggel, Philipp Heine, John Luc Hahn, Tim Hampel, Johannes Kersten.

Trainer und Betreuer: Jens Ziegler, Dirk Heine, Jens Wölkerling.