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HVSA-Pokal | SV G-W Wittenberg-P. – BSV 93 MD 24:40 (15:20)

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Nach den ernüchternden Spielen der letzten Wochen in der Sachsen-Anhalt-Liga, aus denen in zwei Spielen lediglich zwei Punkte herauskamen, entspannte sich die personelle Situation des BSV an diesem Wochenende. Das war auch bitter nötig. Immerhin ging es um nicht weniger als den Einzug in das Finale des HVSA-Pokals. Der Gegner aus Wittenberg führt die Verbandsliga Süd souverän an und gewinnt gegen seine Gegner meist in schwindelerregender Höhe. Demnach war Vorsicht geboten.

Dass die Männer um das Trainergespann Lantzsch/Darius hochmotiviert ins Finale gehen würden, wurde bereits vor dem Spiel deutlich. Die gute Stimmung lag auch an den mitgereisten Fans, die die Mannschaft mit Trommeln lautstark unterstützten. Dennoch war der Start in die Partie holprig. Denn die Wittenberger zeigten auch, dass mit ihnen zu rechnen war. Mit hohem Tempo und strukturierten Angriffen forderten sie die BSV-Abwehr immer wieder heraus. Nach 7 Minuten führten die Gastgeber bereits mit 7:4. Ein erster kleiner Schock für die BSV-Sieben. Doch der Mittelblock um Robert Reiske und Markus Völkel stabilisierte sich in der Folge, Calvin Kleineidam im Tor steigerte seine Leistung und im Angriff trafen Falko Nowak, Ronny Thiele und Robert Reiske nun sicherer. Dennoch dauerte es 17 Minuten, bis der BSV 93 Magdeburg endlich ausgleichen konnte (11:11). Anschließend schwanden bereits die ersten Kräfte bei den Hausherren. Sie mussten ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Hinzu kam, dass die BSV-Abwehr sich nun besser auf den Gegner einstellte und eine starke Blockleistung zeigte. Auf der Gegenseite war gegen die Wurfgewalt aus dem BSV-Rückraum wenig ausrichten. Die nun häufig schnell und strukturiert gespielten Angriffe um Spielmacher John Bade führten zu einfachen Toren, aus denen ein 5-Tore-Vorsprung zur Halbzeit (15:20) resultierte.

Die zweite Hälfte begann Seitens des BSV 93 sehr engagiert und motiviert. Man wollte die Partie frühzeitig entscheiden und anschließend nichts mehr anbrennen lassen. In der Folge setzten sich die Olvenstedter weiter ab. Auch die mitgereisten Spieler, die in der personell schwierigen Situation aushalfen, trafen nun. Jakob Siebenwirth und Tim Steffen erzielten ihre Tore, Linus Wille verletzte sich leider kurz nach seiner Einwechslung. Der übrige Spielverlauf war geprägt von Kontern, die zumeist erfolgreich verwandelt wurden. So setzten sich die Magdeburger durch Tore von Sebastian Bischof und Markus Völkel weiter ab. Nach einem 7-Tore-Lauf, bei dem sich der BSV von 19:24 auf 19:31 absetzte, war die Partie endgültig entschieden. Letztlich gingen den Wittenbergern die Kräfte aus, sodass der BSV einen ungefährdeten 40:24 Auswärtssieg einfahren konnte. Durch konsequenten Einsatz über die volle Spielzeit und mit Hilfe der eigenen Kombinationsstärke setzte man sich damit gegen einen Gegner durch, der dem Tempo und der Wurfgewalt der BSV-Spieler kaum etwas entgegen zu setzen hatte.

Der verdiente Sieg bedeutet den Einzug ins Finale des HVSA-Pokals, in dem der Ligakonkurrent aus Calbe wartet. Mit lautstarker Unterstützung der eigenen Fans und dem Willen, der in Wittenberg an den Tag gelegt wurde, kann man die Sensation schaffen.

 

BSV 93: Fredow, Kleineidam – Siebenwirth (1), Wille, Bischof (3), Nowak (6), Auerbach (1), Reiske (15), Völkel (4), Steffen (1), Thiele (6), Bade (3)